Kanzlei Pistorius
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Gerechtigkeit

Wann ist "gerecht" wirklich gerecht?

Wir leben in einem Rechtsstaat. Sollte es da nicht "gerecht" zugehen?

Wie denken Sie über Gerechtigkeit, wann fühlen Sie sich gerecht behandelt?

Und was ist überhaupt unter "Gerechtigkeit" zu verstehen?

 

Gerechtigkeit bedeutet für uns im allgemeinen, Gleiches gleich zu behandeln und Ungleiches ungleich, wobei die sachlichen Unterschiede jedoch wiederum gleichermaßen Berücksichtigung finden sollen, um einerseits eine Willkür auszuschließen und andererseits insoweit trotzdem auch wieder eine Gleichbehandlung zu erreichen. Als „gerecht“ kann also alles definiert werden, was

  • dem geltenden Recht oder

  • dem (allgemeinen) Empfinden von Gerechtigkeit

entspricht. Wobei das Recht und das Empfinden einander nicht unbedingt immer entsprechen. Gerechtigkeit erfordert jedenfalls, die zugrunde liegenden Wertmaßstäbe zu definieren. Wobei zu bedenken ist, dass Bewertungen grundsätzlich subjektive Ansichten (Urteile) darstellen.

 

Wie würden Sie, zum Beispiel, den Streit zwischen zwei Kindern um die einzig vorhandene Orange schlichten?

  • Ja, sicher, Sie könnten die Orange allein für sich selbst verwenden … doch dann wären wohl beide Kinder enttäuscht. Also:

  • Würden Sie die Frucht mittig teilen und jedem Kind die Hälfte geben? Davon ausgehend, so den beiderseitigen Anliegen und Bedürfnissen gerecht zu werden?

  • Oder würden Sie entscheiden, wer von beiden die Orange teilt und wer sich ein Stück aussuchen darf?

  • Oder würden Sie die Kinder selbst entscheiden lassen, wer teilt und wer aussucht?

  • Oder würden Sie vielleicht beide Kinder zunächst fragen, wozu sie die Orange denn eigentlich jeweils haben möchten?

Wenn nämlich beide Kinder erfahren, daß das eine Kind nur den Saft der Orange zum Trinken haben möchte und das andere nur die Schale zum Reiben für einen Kuchenteig benötigt, stellt sich der Streit als völlig unnötig heraus. Die Bedürfnisse beider Kinder können sich erfüllen. – Mit der sonst geteilten halben Orange könnten vermutlich beide Kinder auch nur „die Hälfte“ anfangen … und würden folglich nur halb so glücklich und zufrieden sein. Beide könnten dann zwar frohlocken, daß das andere Kind nicht die ganze Frucht bekommen hat, aber beide Kinder fühlten sich zugleich auch als Verlierer, nicht selbst die ganze Frucht bekommen zu haben. Welche Lösung ist „gerechter“?

 

...

 

 

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